Mittwoch, 15. Mai 2013

Voque 8827

Heute ist mal wieder MMM.
Ich trage mein gekürztes Kleid.

Mein Nähbericht zu Voque 8827:


Am Anfang war ein Stoff.
Preiswert gekauft aus der Restekiste, aber mit einem wirklich großen Loch mittendrin.
Beim Zuschnitt war meine Phantasie gefragt und ich mußte sehr aufpassen, daß ich mich hier nicht verschneide.
Da dieser Stoffcoupon nicht für mein Modell reichte, habe ich einen passenden unifarbenen Stoff genommen und mir für die Ärmel etwas Besonderes einfallen lassen.


Übrigens ist das derselbe Stoff wie bei meinem Kleid nach Voque 1250, nur in anderer Farbstellung.

Das ist der Schnitt:
Ich nähe Modell B.





Hier ein Bild von den Ärmeln:
Weiter gehts.
Vordere Teile mit angeschnittetem Beleg und Rücketeile zusammengesetzt.
Bin nicht sicher, ob mir das so gefallen wird oder ob es wieder in Richtung Nachtgewandung geht....
 








Eine Woche später.
Mit der Paßform war ich überhaupt nicht zufrieden.
Also: Schnippschnapp. Aus einem Kleid mach eine Bluse. Oder Wickeljacke.
Das sieht jetzt so aus:
Gefällt mir besser.
Innen habe ich noch ein Bindeband angenäht und - optisch nicht der Brüller - zur Stabilisierung der Kragenansatznaht ein Samtband aufgesteppt. Von außen sihts gut aus. Von innen so lala. Aber es ist wirksam.

 
Naja, den Saum muß ich noch covern .
 


Dienstag, 14. Mai 2013

In Arbeit: McCalls M6700

Stoff und Schnitt habe ich schon...

in Arbeit: Vogue V1159



Sehr schön.
Genau genommen nur zwei Teile und ein Unterrock.
Genial.
Ich mag solche Schnitte sehr.
 
 
Mein "Problem"?
Die Wahl des Stoffes.
Diesen da? Oder lieber den da? Oder vielleicht noch einen ganz anderen?
Es wird ganz anders...
Ich habe im Geschäft zwei Paneele aus einem sehr schön fließenden und  Jersey gefunden .
Auf dem linken Bild sieht man einen Kugelschreiber.


So weit, so gut. Oder auch nicht.
Derzeit weiß ich nämlich noch nicht, welcher Stoffzipfel an welche Kante oder Ecke gesetzt werden soll...rätselhaft...aber so in etwa könnte das Kleid mal aussehen...
 

Freitag, 10. Mai 2013

Voque V1250

Endlich fertig.
Schwer habe ich mich getan mit diesem Kleid.
Grundsätzlich ist sehr schön. Es ist einfach zu nähen. Sehr einfach sogar.
Mir aber steht so ein schmales Kleid eben nicht. Meine Hüften sind zu breit. Ich fühle mich nicht hundertprozentig wohl darin.
Versuch macht klug.

Mein Sohn war der Fotograf. Er hatte seinen Spaß und ich meinen Frust mit seinen Fotokünsten.



Naja, mit heller Jacke gehts auch.
Dann aber bitte auch mit passenden Schuhen ;-)
















 Und hier ist meine Nähbeschreibung:

Da mein gemusterter Jersey nicht ausreichte, habe ich das obere Rückenteil aus einem farblich harmonierendem unifarbenen Jersey zugeschnitten und durch das Einsetzen eines Stückes vom Musterrapport konnte ich das Teil noch ein bißchen aufhübschen.

 
Der Schnitt ist sehr einfach , aber wirkungsvoll und er besteht aus lediglich drei Teilen. Genial.
 
 
Das war der Zwischenstand am 28.Februar 2013.
Ich muß noch säumen. Das wars .


Warum hat mein Kleid so einen tiefen Ausschnitt???
Ich darf mich nicht nach vorn beugen...
Soll ich vielleicht ein Bandeau aus dem grünen Stoff nähen?

Mit dem tiefen Ausschnitt hab ich mich arrangiert. Schöner BH und fertig.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Jerseyfutter

Ich vernähe sehr gerne Jersey.
Jersey macht jede Bewegung mit und er verzeiht kleine Nähfehler. Perfekt für mich.

Unschön ist, wenn ein Rock oder ein Kleid aus Jersey an der Strumpfhose nach oben klettert oder wenn man durch einen dünnen Jerseystoff die Unterwäsche durchsieht.

Die Lösung ist, entweder ein Unterkleid zu tragen oder das Jerseykleid /den Rock zu füttern.

Entscheidet man sich für ein Unterkleid, dann näht man am besten zwei Stück: Eines in hell und eines in dunkel, dann hat man immer das passende Unterkleid zur Hand.
Der Schnitt darf ganz schlicht sein, gerade geschnitten und mit Spaghettiträgern.

Die zweite Variante ist die, die ich persönlich bevorzuge, nämlich das komplette Füttern eines Kleidungsstückes.
Ein schönes Kleid lebt schließlich davon, daß es auch schön fällt.

Nun zur Wahl des Futterstoffes.

Will man etwas fürs Leben, dann darf es fürs Untendrunter ein Seidenjersey sein. Nicht gerade billig, aber sehr angenehm zu tragen.

Alternativ kann man Futtertaft nehmen, muß aber dann möglichst im schrägen Fadenlauf zuschneiden, damit die Elastizität erhalten bleibt. Ich persönlich finde dies bei Jersey nicht so optimal, aber das ist Geschmackssache und nicht zuletzt auch eine Frage des ganz persönlichen Wohlgefühls.

Ich nehme - nach Versuchen mit den beiden vorgenannten Materialien - nunmehr ausschließlich Wirkfutter.
Wirkfutter gibt es unter diesem Namen in jedem Stoffladen und es ist sehr preiswert.

Eine mir bekannte Markenbezeichnung ist MATAMIN ( 100 % Polyamid, antistatisch ausgerüstet). Also ein reines Polytierchen, aber es erfüllt als Futterstoff seinen Zweck sehr gut.
Vernäht wird Wirkfutter wie der Oberstoff, also im gleichen Fadenlauf zuschneiden und mit kleinem Zickzackstich/Overlockstich nähen.

Und so sieht Wirkfutter aus:
Es ist leicht durchsichtig, ein Leichtgewicht und in Quer- und Längsrichtung dehnbar.



An dieser Stelle sei noch ein Exkurs in die Nähwelt früherer Zeiten erlaubt.
Erfreuen wir uns doch an den vielen bunten Bildern, die wir heute Dank Internet und vieler Zeitschriften haben...
Alle folgenden Bilder stammen aus diesem im Jahr 1908 erschienenen Buch