Voque 1257 - Tutorial

Mein Jerseykleid nach Voque 1257.
Einmal als Wintervariante mit Stiefeln, gefällt mir persönlich besser als die Variante mit Pumps.




Der Weg vom Stoff zum Kleid:


Am Anfang waren zwei Paneele Jersey, die Größe so, wie auf dem Foto an der Wäscheleine zu sehen.
Brillianter Farbdruck, sehr ähnlich dem Originalgefieder des Pfaues im Leipziger Zoo, den ich selber im letzten Sommer dort fotografierte.
Im Ausverkauf einer insolventen Drogeriemarktkette erstand ich passend zum Stoff die Kette, fast geschenkt. Auch der Stoff war sehr preiswert, da Kiloware.



Nach etwas längerer Überlegung habe ich mich für diesen Schnitt entschieden, denn ich suchte nach einem Schnitt, bei dem ich das Muster nicht unnötig oft zerschneiden muß und bei dem  mein Stoff auch ausreicht.



Der Zuschnitt:





...manchmal unter erschwerten Bedingungen....


Wichtig! Alle Markierungen vom Schnitt exakt übertragen, denn sonst macht man sich später das Nähen schwer.

Das Nähen.












 rückwärtige Auschnittkannte mit der Zwillingsnadel versäubert


erste Anprobe: Irgendwas stimmt nicht....





Zum Glück hatte ich wieder wirklich sehr viel Saum zugegeben. So konnte ich, ohne an Rocklänge einzubüßen, den Saum in gleicher Höhe nähen.

Premiere:
Mein Kleid hat ein Rockfutter aus Jerseyfutterstoff (Wirkfutter) bekommen.
Prima Sache. Nun krabbelt der Rock nicht an der Strumpfhose hoch. Sehr zu empfehlen.



inspiriert von Burda 07/2009, Modell 118 - meine Version


...bei zuviel Sonne trage ich einen Bolero dazu...





Am Anfang war ein Jersey . Ein nahezu rechteckiges Stück, eine Wäscheleinenbreite groß. Vom Wühltisch. Nicht billig, aber sehr sehr preiswert. Glück gehabt. Zur rechten Zeit am rechten Ort.
 Für ein Oberteil zu groß gemustert. Für ein Kleid eigentlich zu wenig Stoff. Dann kam die Idee:
Ein Kleid nach diesem Schnitt: Modell 118 aus der Juliausgabe der Burda 2oo9. Eigentlich ein Modell aus Batist, und mit einer riesigen Saumrüsche. So viel Stoff habe ich nicht.

Zuerst habe ich an einer Längsseite schmale Gummifäden aufgesteppt.
Dabie immer daruf achten, daß man den Gummifaden niemals erfaßt, denn sonst läßt er sich später nicht mehr anziehen. 





  



Eine Fleißarbeit. Eintönig. Aber nicht schwierig.
Man kann sich die Nählinien vorher anzeichnen, aber mit ein wenig Augenmaß gehts auch, denn am fertigen Kleidungsstück sieht man durch den Smok nicht mehr, ob alle Nähte gerade sind ;-)

Nun müssen die obere und die untere Kante versäubert werden. Ich habe das mit einem schmal eingetellten Zickzackstich getan. Dabei habe ich den Stoff sehr stark gedehnt, damit er sich schön wellt.

Jetzt ganz vorsichtig mit der Schere  den überstehenden Stoff wegschneiden. Vorsichtig!!

Nun die Fäden auf den gewünschten Brustumfang anziehen und an den Seiten sehr gut verknoten bzw. gleich festnähen. Das sieht dann so aus:

















Jetzt wird die einzige Seitennaht geschlossen.

Weiter geht es mit dem Neckholderbändchen. Im Original wurden dafür fertige Schrägbänder genutzt.
Da ich keine schmalen Schrägbänder in passender Farbe vorrätig habe, nehme ich ein schmales Lederbändchen.







Ich steppte 6 Bändchen nebeneinander in der vorderen Mitte auf, von denen ich je 3 zu einem Zopf geflochten habe.





















Zu diesem Post gehören noch zwei Fotos aus dem tropischen Regenwald, die ich selbst auf der Insel Celebes in Indonesien gemacht habe.
Warum das in einem Nähblog?
Weil ich im Regenwald sehr viele bunte Schmetterlinge sah und das beste war: Ich hatte auch genau dieses Kleid an!
 Es sind ungefähr 30 Grad Celsius und es ist sehr feucht...der Regenwald trägt nicht umsonst seinen Namen.
Eine Flasche Wasser trägt man da freiwillig immer mit sich herum.



Herzliche Grüße und euch noch eine schöne Woche,
Eure Frau Nähfreundin